Die Fotografie ist ein Fluch. Nie ist es mir möglich, in ein Konzert zu gehen oder einen besonderen Ort zu besuchen, ohne die Kamera in der Hand zu spüren, auch wenn ich sie gar nicht dabei habe – selten. Ich kann sie ja zu Hause lassen — aber dann würde ich ständig daran denken, was ich verpasste. So bleibt mir nur eins: Weitermachen!

Dafür werde ich dann aber reichlich belohnt, wenn ich die Beute auf dem Bildschirm betrachte, wenn das eigentlich Unsichtbare zum Vorschein kommt, was es nicht zwangsläufig tut. Meine Fotos, egal, ob »Camera Musica«, »Klangbilder« oder »[A]reale« sind nämlich weder Momentaufnahmen noch Bewegungsstudien. Eine wirklich gelunge Aufnahme in meinem Sinn zeigt eine andere Realität, die nur auf diese Weise hergestellt werden kann. Dass diese Realität nicht mit dem Photoshop zu erzeugen ist, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

In meiner Fotografie ist Klang und Musik immer Bestandteil, nicht immer offensichtlich, nicht für jeden. Für mich gibt es keine Grenzen zwischen Fotografie und Klang. Ich fotografiere Klänge so wie ich Klänge sichtbar werden lasse.